Mittwoch, 24. Juli 2013

selbstversorgung: lebensmittel kaufen

Immer wieder machen wir uns Gedanken um das Einkaufen dessen, was wir an Nahrungsmitteln benötigen. Genaugenommen sind es immer die gleichen Dinge, die Woche für Woche im Einkaufswagen landen: Mehl, Zucker, Öl, Tomatensauce, Hefe, Butter, Joghurt, ... - nichts Außergewöhnliches. Aber es wird zunehmend schwieriger, mit Genuss einzukaufen, wenn doch alles in Plastikfolie eingeschweißt ist. Unser Versuch, darauf möglichst zu verzichten, lässt sich gar nicht so einfach bewerkstelligen. Und so ging unsere Hoffnung in einen kleinen Naturkostladen in der Stadt: aber - auch dort ziemlich alles in Plastik verpackt und zudem weit entfernt von regional. Bioware zwar, auch demeter - aber aus Holland, Deutschland und der Schweiz. Natürlich konnte ich mich nicht zurückhalten und habe gefragt, was mit regionalen Produkten ist - einzig die Tees stammen aus Österreich, einige Gewürze und das Korn, um Mehl zu mahlen wirklich mehr oder weniger von "vor Ort". Sonst nichts. Nicht mal das Gemüse. 


Es war ein langes Gespräch mit der Besitzerin des Ladens und einigen "Ach so?" und "Nein, das gibt es nicht!" - auf beiden Seiten. Und der Verdacht, dass es mit der "bio-vegan-öko-Szene" in manchen Bereichen gar nicht so viel anders ist als z.B.  im spirituellen Bereich (das Buch "new cage" kann ich sehr empfehlen) - und vermutlich überall, wobei sich Geld verdienen lässt - erhärtet sich. Das ist nicht wirklich eine Überraschung, aber doch erschreckend: letztlich geht es hauptsächlich um das Geld, nicht um Verantwortung. Traurig ist das.


Was davon übrig bleibt, ist tiefe Dankbarkeit für die Möglichkeiten, die wir haben und nutzen. Natürlich ist es ausbaufähig und von richtiger Selbstversorgung sind wir weit entfernt - aber so ein kleines bisschen ist es möglich. Manche Dinge stehen einfach nie auf unserer Einkaufsliste (Eier zum Beispiel, Fleisch, Milch oder Marmelade, Säfte usw.). Und das tut gut. Was wir pflanzen, pflegen wir  - ganz offensichtlich  ohne Unkrautbekämpfungsmittel ;-) - und den Tiere, die wir halten, geben wir möglichst natürlichen, weitläufigen Lebensraum. Man schmeckt den Unterschied, ganz klar. 


Es wird mir zunehmend wichtiger, was wir essen. Im Sinne dessen, dass ich wissen möchte, woher das Gekaufte kommt und auch worin es verpackt ist (zum Hineinschnuppern ins Thema finde ich diese Dokumentation auf zdf ganz interessant). Ein Thema, das noch niemanden so richtig interessiert habe in ihrem Laden, sagte mir die Besitzerin: Wichtig ist, dass es bio ist. Mir jedenfalls ist das zu wenig (denn ich weiß: Papier ist geduldig, überhaupt in so einer großen Lobbymaschinerie wie sie mir die EU zu sein scheint) und ganz ehrlich vertraue ich dem nicht ganz. Gekauft haben wir trotzdem was dort: frisch gemahlenes Mehl, ganz und gar regional. Einiges andere habe ich später dann noch im Weltladen gekauft. Und den Rest des Wocheneinkaufs dann noch im "normalen" Geschäft. Teilweise auch mit Plastikverpackung *seufz*


Wie auch immer: die Erntezeit hat begonnen. Nach den Erdbeeren sind jetzt die Erbsen bereit zum Genießen, die Mirabellen werden auch nicht mehr lange brauchen. Mangold, Schnittlauch, Petersilie, Dill und so manchen Kohlrabi gibt es immer mal wieder zwischendurch - die Erbsen aber sind eine besondere Verlockung für die Kinder: sie mögen sie frisch von der Pflanze gezupft einfach am liebsten. Ab und an wandert dann auch eine Schote in meinen Sammelkorb - somit könnte man sagen, die Kinder helfen mir und tragen so schon ihren ersten kleinen Teil zur Selbstversorgung aus dem Garten bei :-)


Es ist wie in vielen Bereichen einfach so: man kann nur bei sich selbst beginnen. Große Machenschaften zu zerstören, verantwortungsvolles Handeln im Großen oder weniger Geldgier und Rücksichtslosigkeit bei Konzernen und in der Politik zu erreichen - das wäre schön. Aber ich glaube, leider ziemlich unrealistisch. Deshalb: ich fange bei mir an. Nachfragen, ein wenig lästig sein beim Einkaufen... ein wenig erzählen, denen die danach fragen (und das tun unsere Besucher in der Regel immer *schmunzel*) - und weiter arbeiten. Ganz konkret jetzt im Garten und dann beim Verarbeiten des Geernteten ohne Kunststoff. Einfrieren in Gläsern und Papierbeuteln zum Beispiel. Einkochen mit den Rexgläsern - und auch direkt frisch genießen. Es gibt Möglichkeiten - die, die uns möglich sind, verwirklichen wir. Mit so manchem Kompromiss manchmal - aber wir leben einfach mal im Heute - eine ziemliche Herausforderung immer wieder, aber auch schön: schließlich können wir ja auch nur Spuren hinterlassen, wenn wir eigene Wege gehen, nicht?

Kommentare:

  1. Liebe Maria,

    Dein Beitrag spricht mir natürlich ganz aus meiner Seele. Ich versuche ebenso, so gut es mir möglich ist, selbst im Garten anzubauen, Salat, Kohlrabi, Zwiebel, Knoblauch, Zucchini, grüne Bohnen, sehr viele Kräuter, Tomaten, Radieschen, Ruccola, Gurken und 5 Sträucher schwarze Ribisel, sowie eine Staude mit Aroniabeeren. Die haben wir voriges Jahr gesetzt, sie entwickelt sich wunderbar, trägt aber erst nächstes Jahr die ersten Beeren.
    Das Korn, kaufe ich bei einem Bauern aus der Region, mahlen kann ich es mir immer frisch selbst, das Fleisch, die Hendln, die Eier und diverse andere Beeren kommen vom Bauern aus meiner Umgebung. Die Bauern kenne ich alle auch selbst, da ich sie immer wieder zwischendurch besuche. Die Kartoffel ebenso und werden für den Winter eingelagert, ebenso die Zwiebeln.
    Das Kräutersalz, die Säfte und Marmeladen werden ebenfalls von mir selbst gemacht. Und so weiß ich einfach, was überall drinnen ist.
    Was ich aus dem nahegelegenen Geschäft kaufe, ist wirklich sehr wenig und darüber bin ich froh.
    Natürlich ist alles mit Arbeit verbunden, aber das hat mir nie was ausgemacht. Die Rexgläser habe ich alle von meiner Mutter übernommen, dann weißt Du, wie alt die schon sind.
    Den Überschuss an Gemüse im Garten wird zB zu einer Zucchinisuppe gemacht und eingefroren. Ebenso habe ich ein wunderbares Rezept für Zucchinisalat, der kommt in Schraubgläser.

    Ach Maria, ich könnte mich mit Dir stundenlang über dieses Thema unterhalten. In den Geschäften mache ich das nicht mehr, denn ich bin die "komischen Blicke und das eigenartige Gerde" einfach satt. Ich weiß, ich kann nur für unsere Familie was ändern bzw. habe ich schon seit der Geburt unseres Sohnes vor 29 Jahren geändert und was andere Leute sagen oder denken, ohhhhh, das ist mir schon lange egal. Ich lasse mich auch nicht mehr gerne auf Diskussionen ein, denn ich kann die Welt nicht ändern, aber wie Du schön schreibst, man kann bei sich selbst beginnen und das war mir immer wichtig !!

    Entschuldige, das ist jetzt etwas länger geworden, aber so habe ich eben bei Dir jetzt eine Spur des eigenen Weges hinterlassen *lach* !

    Herzliche Grüße Renate

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    1. Oh, ich freu mich über deinen langen Kommentar!!
      Noch eine Frage: welche Gummis nimmst du für die Rex-Gläser? Ich hab jetzt welche gekauft, aber die Verkäuferin sagte mir, dass es für die Rex-Gläser keine mehr gibt, nur mehr die von der Firma Weck. Kunden sagten ihr aber, dass das genauso gut gehe (sind anscheinend etwas schmaler als die Rex-Gummis früher waren). Hast du da Erfahrung?
      Ach ja, Mehl mahlen. Von einer Getreidemühle träume ich noch - irgendwann :)

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    2. liebe Maria!
      Das mit den verschiedenen Gummis funktioniert bei mir ohne dass es mir aufgefallen wäre, dass es eine Änderung gegeben hätte. Wichtig ist nur, dass du wirklich ganz sauber arbeitest und die Klammern sorgfältig auf die Gläser gibst. Wenn ein Glas mal nicht beim ersten mal geschlossen hält (nach dem Abkühlen kann man das ja beim herabgeben der Klammern versuchen, ob der Deckel sicher hält), dann versuche ich es in einem passenden Topf mit Wasser am Ofen ein zweites Mal.
      Also ran an das Gemüse/Obst!
      Hast du vor im Backrohr einzurexen oder hast du so einen riesigen Einkochtopf? Ich mache es im Dampfgarer/Backrohr-Kombigerät.
      Ich freu mich schon auf deine ersten Erfahrungen, die du uns hoffentlich berichtest!
      lg, elisabeth

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    3. Danke, Elisabeth!!
      Ich werde wohl im Backrohr einrexen. Meine Schwiegermutter nimmt einen riesigen Kochtopf mit, wenn sie uns im September dann besuchen kommt und zeigt mir, wie sie das immer gemacht hat. Mal sehen - ich werde sicher berichten :)

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  2. Ich bestelle inzwischen alles an Obst und Gemüse (wenn der eigene Nutzgarten es nicht hergibt9 über die Demeter-Kiste eines Bauern in der Umgebung. Alles unverpackt, alles echt Bio und alles nur von ihm oder Kollegen. Natürlich hat er auch BioSachen von sonstwo im Angebot, aber das bestelle ich dann ggf im Vorhinein via Internet ab. geliefert wird einmal pro Woche. Der Supermarkt sieht mich - wenn ichs recht bedenke - nur noch für Klopapier und Gummibärchen ;-) (nicht bio, aber leider unverzichtbar, sorry.)
    Und: ja, es tut gut und schmeckt gut.

    Liebe Grüße aus dem Odenwald!

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  3. Hallo Maria!
    Ich liebe es deine Texte zu lesen und kann dir nur recht geben. Ich finde toll, was du schon alles umgesetzt hast und so mancher deiner Posts hat auch schon bei uns etwas verändert :-) (z.b. Waschmittel). Selbstversorgungstechnisch sind wir leider mit unserem Reihenhausgarten nur sehr eingeschränkt autonom (aber wir haben ein Hochbeet, bei dem sich alle immer fragen, wie es möglich ist, dass da so viel wächst ;-) ). Auf alle Fälle wünsche ich euch weiterhin einen tollen Sommer und viel Spaß beim Ernten.
    lg
    Anja
    P.s.: Danke auch für die Links!
    P.p.s.: Mir schmecken die Erbsen auch am besten direkt von der Staude. :-)

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  4. Hi Maria,

    ich finde diesen Biowahn so furchtbar und falsch! WIe du schreibst. Es ist nur wichtig, dass es Bio ist, ganz egal woher es kommt... Über regional, nicht in Plastik verpackt usw macht sich keiner Gedanken und das sind doch wichtige DInge. Und dann dieses Schubladendenken. Ich erzähle zB von einem tollen Produzenten, mit tollen Produkten. Fragt mich jemand, ob der Bio ist. Ich: Nein. Will grad anfangen zu erklären, kleiner Betrieb kann und will sich so eine Zertifizierung nicht leisten, aber keinerlei Chemie usw. Und: Interessiert den Gesprächspartner nicht! Scheuklappen ausgefahren und lieber ab in den Supermarkt und 'richtig' Bio gekauft.
    Da werd ich grantig, aber wie!!!!

    Tschuldigung, musste sein. Schön, dass du dir so viele Gedanken machst und das mit deinem Blog auch in die Welt hinausträgst!
    lg, die Kärntnerin

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  5. Ein Post, der sehr zum nachdenken anregt! Dazu fällt mir das afrikanische Sprichwort: „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern." ein ;)

    Alles Liebe nima

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  6. Liebe Maria,

    wie schon Elisabeth geschrieben hat, funktioniert es mit allen Ringen, die die Größe des Weckglases haben.
    Ich habe heuer und voriges Jahr bereits welche beim DEHNER gekauft, das dürften no name sein und funktionieren wunderbar.

    Ich wecke noch ganz nach der alten Methode mit Alkohol ein. Das werden viele von Euch gar nicht mehr kennen, ich habe es so von meiner Mutter gelernt und es funktioniert immer noch. Es haltet wunderbar, geht nicht auf und schimmelt nie. Ich bin aber auch äußerst penibel bei der Gläserreinigung und beim gesamten Einweckvorgang. Da brauche ich niemanden um mich herum,
    da ich ja mit Alkohol und Feuer hantiere *lach* - keine Bange, das ist nicht so wie beim Flambieren, das ist lediglich ein kleines
    Flämmchen !!

    Ich freue mich sehr, dass "Ihr jüngeren Baujahre" (sehr lieb gemeint) auch in Euren Familien auf dieses Thema achtet !!!!

    Herzliche Grüße Renate

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    1. Oh, das mit dem Alkohol: das möchte ich auch ausprobieren. Verwendest du das nur beim Marmeladen oder auch z.B. bei Kompott oder Gurken und sowas?

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    2. Ich melde mich auch mal kurz. War heuer auf einer Traktormesse, und die hatten verschiedene Messestände. Da war einer, der verkaufte den WENDI-Ball. Das ist ein Gummibällchen mit einem Rohr (vorne ist da ein winzig kleines Löchlein). Diese Rohr taucht man in Alkohol/Weingeist, hält es dann in eine Flamme und dann "flambiert" man das Eingekochte. Deckel drauf,fertig.
      Dieses System kenne ich noch von meiner Pflegemama, die leider verstorben ist. Umso erfreuter war ich als ich diese Haltbarkeitsmethode wieder gefunden und gezeigt bekam.

      Man kann die Tomaten ganz und ohne kochen mit dieser Methode einwecken und im Winter dann "frischen" Tomatensalat machen. Die Tomaten sind nicht matschig, wie es einige "alte" Kunden bestätigen konnten.

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  7. Seufz... Erntezeit... bei uns hat's vorgestern in einem Unwetter den ganzen Gemüsegarten kaputt-gehagelt. So etwas habe ich noch nie erlebt: ganze 20 Minuten lang prasselten kirschdicke Hagelkörner herab. Keine Tomate, keine Gurken, keine Bohne, kein Salatlatt ist mehr ganz, und die Schwiegermutter - deren ganzer Stolz der Garten war - total deprimiert. (hier ein Foto der Hagelkörner: http://www.ansa.it/web/notizie/rubriche/cronaca/2013/07/23/Maltempo-grandine-frane-Alto-Adige_9060881.html )
    Jetzt müssen wir wieder mehr einkaufen als gewöhnlich, normalerweise kaufen wir im Sommer kaum Gemüse... Wir kaufen ein bißchen im Dorfladen, ein bißchen im Biogeschäft im Nachbarort. Im "richtigen" großen Supermarkt, auch im Nachbarort, schon lange nicht mehr. So ein richtig 100%ig gutes Gefühl ist beim Einkauf aber selten dabei, gerade aus den Gründen, die du schreibst. Und leider gibt es in unserem Dorf nicht, wie in vielen anderen, einen Bauernmarkt, wo eben lokale Produkte vor Ort angeboten werden. Vielleicht kommt das ja noch, denn ich glaube der "Trend" geht doch in die Richtung "bewusst einkaufen" und so.
    LG,
    S.

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    1. Das tut mir sehr leid, dass Eure Ernte dahin ist. So schade!!

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  8. Liebe Maria ,
    Du schreibst immer so lebendig .... einfach mal herzlich Danke fürs Teilen der Geschichten von Dir und Deiner Familie .
    Das Thema Verpackung und Abfall beschäftigt/e mich auch , wie z. B. vor einiger Zeit , als ich reinen Alkohol (nehme ich für div. Zwecke , z. B. Desinfektion) kaufen wollte . Mit der leeren Flache kam ich in die Apotheke zum Nachfüllen , aber denkste ! Ich musste eine ganz neue Flasche kaufen , sie werde nicht mehr nachgefüllt ! So viele Bestimmungen bezgl. Qualität und Reinheit bestehen , alles wird 3 mal verpackt und die Abfallberge wachsen .
    Gibt es bei Euch auch so Hofläden , Bauern , auch Bio-Bauern , die ihr Gemüse , Eier , Beeren , Obst ect. selber vermarkten ?? Informiere Dich einmal , so könntest Du mit Korb und Tasche hinfahren und alles "ganzohne" kaufen und mitnehmen .
    Bei Ebay.at habe ich Getreidemühlen gesehen .... aber sie sind teuer , wie alles , was eben gut ist . Ich wünsch mir für Dich , dass irgendwo eine unbenutzt herumsteht und jetzt nach Deinem Blogeintrag den Weg zu Euch findet ;o) !!!
    Sei ganz herzlich gegrüsst von einer Namensbase aus der Schweiz :o)

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  9. Maria, das verwende ich nur zum Einwecken, Salat, Kompott etc.
    Wenn ich zu wenig Weckgläser habe, fülle ich sogar alles was eingeweckt werden kann, in Schraubgläser, denn von denen habe ich Unmengen und haltet genau so. Mache das auch schon viele Jahre, denn im Tiefkühler habe ich immer zu wenig Platz. Das mache ich dann einfach wie die Marmeladen. Vom kochenden Topf in die sauberen Gläser, Deckel zu und stehen lassen, bis zum nächsten Tag. Mir ist noch nie was kaputt gegangen. Auch das Apfelmus mache ich so - wunderbar und kostet vor allem keinen Strom !!!

    Herzlichen Gruß Renate

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  10. Maria, habe vergessen, bei den Marmeladen verwende ich keinen Alkohol zum Verschließen. Alkohol n u r bei den Weckgläser mit Ringen !!!

    Gruß Renate

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  11. Liebe Maria,
    vielen Dank für diesen schönen Beitrag! Wir haben seit Herbst uns einen weiteren Garten (einen reinen Obst- und Gemüsegarten) angeschafft... gerade um diese Themen auch für uns positiv umzusetzen. Uns stört es ebenfalls, das es teilweise Obst udn Gemüse aus fernen Ländern gibt, obwohl wir es vor Ort ja genauso anbauen können. Und unsere Ernteerfolge sind auch in diesem Jahr schon sehr ordentlich gewesen. Klar - es ist mit viel Arbeit verbunden, aber ich weiß, meine Möhren kann ich aus der Erde ziehen, unter den Wasserschlauch halten und dann gleich knackfrisch im Garten verspeisen ohne Angst vor Pestiziden oder ähnlichem zu haben... und Plastik haben meine Möhren dann auch nicht erlebt - sieht man mal von dem Schlauch ab, der das Wasser transportiert hat!

    Liebe Grüße Anny

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  12. Liebe Maria,
    auch bei uns hat in den letzten Jahren immer mehr ein Umdenken stattgefunden - die Themen "Leben ohne (bzw. mit möglichst wenig) Plastik" sowie "Regionale Lebensmittel" spielen auch für uns eine immer größere Rolle. - und je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr erfährt man, wie wichtig dies ist und wie sehr man in diesen Bereichen doch immer hinters Licht geführt wird.
    Wir haben seit zwei Jahren wieder einen Gemüsegarten und ich freue mich,wenn ich mehrmals am Tag einfach durch den Garten gehen kann und ernten - wenn der Salat, der mittags auf den Tisch kommt, eine halbe Stunde vorher "noch gelebt" hat und man nicht irgendwelche (gespritzten)in Plastik verpackten Lebensmittel aus Chile oder sonstwo kaufen muß.
    Ganz furchtbar finde ich es auch, Kartoffeln aus Ägypten oder so zu kaufen - dass kann ich gar nicht verstehen, dass sowas nötig ist und das wiederstrebt uns sehr.
    Wir schauen darauf, dass das, was nicht aus dem eigenen Garten kommt, regional (Kartoffeln aus dem Nachbarort, Geflügel, Käse, Schinken, Eier vom Wochenmarkt oder dem Hofladen ca. 10 km entfernt, Fleisch vom Fleischer von Schweinen und Rindern der Bauern aus den Nachbardörfern, usw.) ist oder zumindest aus Deutschland kommt (Milch, Topfen und Butter aus Berchtesgaden oder soweit angeboten aus der Molkerei aus unserem Bundesland.
    Es ist nicht immer einfach, aber es lohnt sich, außerdem freue ich mich dann auch immer, wenn ich wieder etwas Neues entdecke, was unseren Prinzipien gerecht wird und noch dazu lecker schmeckt - wir leben schon seit einiger Zeit nach dem Motto "Qualität vor Quantität", niemand muß hungern, aber man braucht keine "Berge von Fleisch" auf dem Teller, ein gutes Stück ab und zu, dazu viel gutes abwechslungsreiches Gemüse und Salat, da wird man satt - frische Kräuter runden alles ab und es schmeckt viel besser.
    Dosenessen gibt es bei uns ein- bis zweimal im Jahr - wenn wir im Urlaub sind. Dann nehmen wir mal Erbsen- oder Linsensuppe mit, dass läßt sich nicht vermeiden, weil es einfach zu teuer ist, jeden Tag Essen zu gehen, ansonsten kommen bei mir lediglich die gehackten Tomaten für die selbstgemachte Tomatensoße (und der Mais - den lieben wir leider alle!) aus der Dose.
    Desweiteren versuchen wir immer mehr auf Plastik zu verzichten - auch mein Mann ist mit Feuereifer dabei - wir merken immer mehr, wie schädlich diese ganzen Plastikverpackungen sind und wie sehr man einfach davon überschwemmt wird.
    Früher gab es die Getränke ausschließlich in PET-Flaschen vom Discounter, mittlerweile kaufen wir nur noch Glasflaschen mit Mineralwasser, Apfelschorle, ... - zum Mitnehmen kann man das ja in unsere Blechflaschen abfüllen, da braucht man auch die kleinen Flaschen aus Plastik nicht mehr.
    Das Plastikdöschen für den Joghurt meines Mannes für die Arbeit wurde ersetzt durch ein Schraubglas (bei Kindern evtl. ein bisschen "gefährlich" - hat da jemand einen Vorschlag?).
    Ich habe aus schönem Stoff mit Volumenflies ein "Mäntelchen" fürs Glas genäht, dann ist es ein wenig geschützt. Mein Mann hat von selbst nachgefragt, ob er jetzt das Glas mitnehmen kann anstatt ein Plastikdöschen und auch er ist mittlerweile - obwohl wir finanziell echt schauen müssen - voll und ganz der Meinung, lieber etwas weniger, dafür besser, gesünder und so, dass man ruhigen Gewissens voll und ganz dahinterstehen kann, was man tut.
    Beim Einfrieren bin ich mir immer noch ein wenig unsicher:
    Also in Schraubgläsern kann man gut einfrieren, wenn man diese nicht fest verschließt? Gilt dies für "vorgekochtes Essen und auch für bspw. Fleisch???
    Brot kann man in Stoffbeuteln einfrieren?
    Maria, du hast noch geschrieben, einfrieren in Papiertüten - wie funktioniert das denn - weichen die denn nicht durch?
    Für Ideen und Anregungen bin ich immer sehr dankbar.
    Nun ist aber Schluß mit meinem langen Post - viele liebe Grüße an euch alle
    Anette

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    1. Zu den Gläsern: meine Große hatte auch ab und an Schraubgläser mit im Kindergarten, es ist nie was passiert. Als Alternative gäbe es bei www.kivanta.de Behälter aus Edelstahl, z.B. runde, die wären für Joghurt geeignet, denke ich.
      Zum Einfrieren:
      In Schraubgläsern friere ich ganz gut ein, nur fülle ich sie nicht ganz voll (etwa 1/3 lasse ich frei) - oder mit "Bügelgläsern" (weißt du, was ich meine?), da funktioniert das super (z.B. bei Kräutern).
      In Stoffbeuteln friere ich Brot ein, wenn ich mal sehr viel gebacken habe.
      Und Papiertüten, da mache ich das so, dass ich vorher auf einem Küchentuch alles auflege und die Schublade in den Gefrierschrank schiebe. Wenn alles gefroren ist, fülle ich es dann um in Papierbeutel - da weicht dann nichts durch!

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    2. Danke Maria, für deine Tipps,
      ja, Bügelgläser kenne ich (da hab ich auch einige - vom Schweden - und auch Bügelflaschen für Rhabarbersirup u. a.).
      Das ist eine gute Idee, solche für Kräuter zu benutzen, und das mit den Papiertüten werde ich demnächst auch ausprobieren.

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  13. Oh es sieht so gut aus in eurem Garten. Davon träumen wir noch ein bischen, denn den Garten, den ich pflegen und hegen kann ist stark verwildert und nicht nah an der Wohnung. Aber die ersten Himbeeren sind schon im Gefrierfach gelandet :-)
    Ich kaufe einmal die Woche im Bioladen ein und vermeide Plastik, so weit es geht. Das meiste Gemüse kommt hier aber aus der Region, bzw. Deutschland. Da bin ich recht froh. Und zum Ende der Woche besuche ich einen Markt ganz in der Nähe, dort gibt es regionale Lebensmittel, z.T auch bio. Aber ich finde, es muss nicht immer Bio sein, dann lieber regional. Da sind Wochenmärkte ganz praktisch, dort finde ich das immer. Den Rest kauf ich dann im Supermarkt. Gibt es solche Märkte auch bei dir in der Nähe? Das sind sicher auch längere Wege als hier bei mir in der Stadt.
    Einkaufen ist irgendwie ein Balanceakt zwischen Bio- und regionalen Waren, gerne wenig Plastikverpackung und den Preisen. Da bin ich mir nicht immer sicher, was "richtig" ist, den einen richtigen Weg gibt es vielleicht auch nicht? Auf jeden Fall ein spannendes und wichtiges Thema. Aber ich glaube, eine entgültige Antwort habe ich noch nicht gefunden.
    Dein Buchtipp klingt interessant, das schau ich mir nochmal an.
    Viele Grüße
    Stefanie

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    1. Märkte gibt es hier ganz selten - eigentlich nur in der "Saison", wenn Touristen da sind *seufz*... aber wir können viel mit Nachbarn tauschen oder uns gegenseitig abkaufen, das ist unser Weg, der aber nicht für alles möglich ist. Die Vielfalt wie auf einem Markt gibt es natürlich nicht, aber es ist zumindest ein kleiner Anfang :)

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  14. Auch wenn die Selbstversorgung nicht komplett klappt, so habt Ihr doch schon ein grosses Stück davon umgesetzt. Ich beneide Dich ein wenig um Deinen Gemüsegarten, mir selbst fehlt dafür leider der Platz. Allerdings hoffe ich immer noch, dass sich das noch mal ändert. So lange beziehe ich aber wenigstens das meiste aus direkter Umgebung, viel vom Hofverkauf.
    Ich musste gerade während ich Deinen post gelesen habe und die Bilder sah, sehr an meine Kindheit denken. Bei meiner Mutter sah das sehr ähnlich aus und zu dieser Jahreszeit wurde eingekocht und eingefroren, was das Zeug hielt.

    Ich erfreue mich hier übrigens in letzter Zeit sehr oft an geschenkter, selbst hergestellter Wurst auch eingekocht, oder geräuchert und so lecker.
    Bio wird oft sehr überschätzt. Besonders was Tierhaltung betrifft, haben viele eine völlig falsche Vorstellung.


    LG Manuela

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  15. Oh, Euer Gemüsegarten ist ein Traum! Ich bin ja aus Platzgründen :) nur bei Zucchini und Kräutern (und vielleicht Gurken, mal sehen, wie sich die entwickeln) Selbstversorger. Ich kaufe jetzt im Sommer viel Gemüse samstags bei einem Gärtner gleich in der Nähe, zertifiziert bio ist der nicht, aber darum bemüht und vor allem regional.

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  16. Großartig. Wir schauen ja auch drauf, aber es wird nicht leichter. Regional, wenig Verpackung, bio, fair und dann auch noch im finanziellen Rahmen... unheimlich schwer zumal unsere Gartelaktivitäten sehr eingeschränkt sind, momentan. (Und irgendwann ist die Verzicht-Grenze auch erreicht) Ich bin es gewohnt überschüssige Ernte einzumachen/frieren usw. aber jetzt überlege ich zu kaufen und einzumachen, das fühlt sich aber komisch an und gerade was das Einfrieren betrifft auch nicht sehr effizient.
    Die Antwort auf vieles Rätseln ist dann doch immer wieder: Ein Stück Land...

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  17. Hallo liebe Maria,
    ich finde deinen Beitrag zur Selbstversorgung sehr interessant.AUch ich versuche in unserem kleinen Reihenhausgarten etwas Gemüse und Beeren anzubauen.Es klappt ganz gut. Wir hatten auch schon Zuckererbsen(grosser Pflanzkübel ) sowie Salat,Zucchini,jetzt Bohnen und Blaubeeren sowie reichlich Stachelbeeren. Ich koche gern ein und backe auch gelegentlich Brot. Kräutersaltz, Marmeladen..... können meine Enkeltöchter auch schon herstellen. Ich finde es schön, dass sich immer mehr junge MEnschen für diese Themen interessieren.
    Dieses Jahr will ich " Neuland" betreiben - getrocknete HEidelbeeren und Kirschen. Mal schauen, ob dies auch klappt.
    Ich wünsche dir noch viel Freude und gutes Gelingen!

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  18. ...ein schöner Post und viele interessante Kommentare! Das "Feld" zum Selbermachen ist riesig, angefangen beim Essen, Kleidung, Möbel, Spielzeug...ich finde es klasse hier so viele Menschen zu " treffen" denen es ähnlich geht, spannend zu diesem Thema finde ich das Buch: "Anständig Essen" von Karen Duve , sehr engagiert, informativ und kurzweilig zu lesen...,
    herzlich, marit

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  19. Liebe Maria,
    jetzt wollte ich dir auch einen Kommentar schreiben und sehe, dass du schon so viele bekommen hast. Hast du da überhaupt noch Lust meine Gedanken ebenfalls zu lesen?
    Naja, ich kaufe gar nicht so gerne Bio. Mich stört es nur sekundär, wenn Gemüse oder Obst behandelt wird. Mir kommt es eher auf die Ökologie an. Und dazu zählt eben auch insbesondere die Regionalität. Es ist schön, dass ihr so einen großen Garten und habt und so viel Gemüse dort ernten könnt. Wie gerne hätte ich ebenfalls ein Gärtchen (besonders für Kartoffeln, hmm, lecker!).
    Aber mich wunder es, dass ihr Joghurt kauft. Den könnt ihr doch ganz leicht selber machen? Oder schmeckt der eventuell mit Ziegenmilch gar nicht? Natürlich braucht man wieder Strom, aber dafür geht es dann gar nicht regionaler =)
    Seitdem wir einen Joghurtbereiter haben, essen wir viel mehr und lieber Joghurt. Ich kann das echt empfehlen.
    Liebe Grüße und noch einen erntereichen Sommer!
    Kathrin

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    1. Hallo,
      eine Frage hatte ich noch. Wieso kauft ihr nie Fleisch? Noch habt ihr doch gar keine Tiere schlachten lassen oder?
      Und dann noch eine Bemerkung meinerseits: Ich habe mein Verhalten in letzter Zeit wieder geändert und kaufe mehr in Supermärkten. Ich selbst bin ziemlich betrübt darüber, aber in der Woche schaffe ich es zeitlich einfach nicht in so vielen verschiedenen Läden einzukaufen (oder gar 10km zum nächsten Hofladen zu fahren). Mist ist das alles!
      Naja, vielleicht wird sich das ja irgendwann mal für uns ändern =)
      Nochmal liebe Grüße,
      Kathrin

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    2. Ich freu mich über jeden einzelnen Kommentar!!!! Ich liebe Kommentare :)
      Joghurt kaufen wir, weil mir unserer einfach nicht gelingen will (oder er wird mit Ziegenmilch einfach sehr flüssig, das kann auch sein) - und die Kinder mögen aber sehr gern Joghurt (ich kaufe aber ausschließlich "weißes" Joghurt). Kannst du mir sagen, welchen Joghurtbereiter ihr habt? Vielleicht investiere ich doch mal in einen, die bisherige Methode (im Kochtopf mit Thermometer usw.) war nicht wirklich erfolgreich ;-)
      Fleisch kaufen wir ab und an von unserem Nachbarn und wir haben auch selber (junges Böcklein oder auch ab und zu ein Huhn), im Herbst/Winter kommt dann noch Schweinefleisch dazu. Da sind wir wirklich dann 100% Selbstversorger, denn wir essen eigentlich nur Sonntags Fleisch oder zum Suppemachen, das reicht dann vollkommen für uns.
      Das mit dem Einkaufen im Supermarkt verstehe ich voll und ganz. Das war unser erster Versuch, mal in einer Art Bioladen einzukaufen. Normalerweise kaufen wir ein Mal im Monat beim Weltladen ein (Reis, Kakao, Schokolade, Gewürze, ...) und den Rest ein Mal pro Woche beim Supermarkt ein Dorf weiter. Da gibt es viel regionales, sogar bio etc. - aber eben: immer alles in Plastik verpackt. Leider :(
      Ach ja... hast du mal versucht, Kartoffeln in einem Eimer einzupflanzen? Funktioniert hervorragend (zumindest für ein Abendessen z.B.) :)

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  20. Mir geht es leider ähnlich wie Kathrin, mir fehlt schlicht die Zeit, alle Geschäfte abzuklappern. Aber ich achte zumindest auf regionale Produkte, auch wenn ich da länger in den Regalen suchen muss. Leider haben wir selbst im Garten nicht die Möglichkeit, Gemüse anzubauen, er ist schlicht zu schattig im hinteren Bereich...und an der Straße macht es keinen Sinn! Wir haben einen sehr ansprechenden Obst-und Gemüseladen, allerdings beziehen sie dort auch Produkte von weiterher...leider...Seit einiger Zeit achte ich auf Verpackungen..., denn dieser ganze Plastikmüll ist wirklich entsetzlich! Es ist immer wieder schön, davon zu lesen, wie du dir Gedanken machst...um die Welt ...im Großen und im Kleinen...LG Lotta.

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  21. Hallo Maria,
    ja, das leidige Thema, das für uns ja "lebenswichtig".
    Ich habe im Nachbarort einen Bauer, bei dem ich Kartoffeln und Äpfel und Brot und auch
    Obst der Saison bekomme, in Papiertüten und ich weiß, wie der damit umgeht. In einem andren
    Nachbarort haben wir einen Biolinoladen, der hat Bioware und Ware aus der Region. Ich weiß zum Beispiel das der Metzger, der sie beliefert, alles Höfe immer wieder abfährt, von wo er
    das Fleisch bezieht und ich habe in den Laden die Möglichkeit zu wählen ob ich in Plastik oder
    Papiertüten meine Sachen verpacke, weil Gemüse und Obst immer offen sind. Auch den Käse kaufe ich dort ohne Zellophan, da sie wissen, das das nicht gut ist für uns und dann schneiden sie direkt vom Laib und wickeln es in Papier.
    Wir konnten unsere gelben Säcke mittlerweile von 5 auf 3 reduzieren und kaufen auch wieder
    fast alles in Glasflaschen, wenn es die Sachen noch in Glas gibt, aber ich habe gemerkt das unser Sprudelhersteller, 2 Ortschaften weiter nun wieder vermehrt in Glasflaschen liefert.
    Vor drei Jahren noch hat er alles auf Plastik umgestellt, nur für die Feste und Gastronomie
    hat er in Glas abgefüllt. Ich habe da auch nicht locker gelassen und einige andre wahrscheinlich auch nicht, wir haben in den Supermärkten hier immer wieder gefragt, ob es dies nicht auch in Glasflaschen gibt. Ja, geben tut es die schon, aber wenn die Nachfrage nicht da ist, bestellen sie eben PET Flaschen. Gut, dachten wir, dann nerven wir nun so lange
    bis wir Glas im Laden haben und ein viertel Jahr später, waren die Glasflaschen da. 1. haben wir erklärt WARUM wir die haben wollen, 2. den Umweltaspekt immer wieder angesprochen und 3. nichts an Getränken dort gekauft, weil es nur PET gab. Nun haben 2 Läden wieder ganz viel Kundschaft die Glasflaschen kauft. Letztens meinte der Filialleiter, das tatsächlich die Mehrheit der Kundschaft nun Kistenweise in Glas kauft. Sie sind zwar sauschwer, aber gut
    für die Gesundheit und die Umwelt. Letzten Montag kam hier eine Sendung, wie immer sehr
    spät , wenn es um Umweltsünden geht, damit es keiner anschaut. Es ging um Plastik und Weichmacher und es war erschrecken, dass die Urinprobe der ganzen Familie, die den Test
    gemacht hat (5Per.)alle Weichmacher enthielten, nach dem aus der Wohnung sämtliches Plastik
    verschwand und auch nur noch Lebensmittel ohne Plastikverp. verzehrt werden durften, sank
    der WErt im Urin nach einer Woche deutlich. von 15 untersuchten Lebensmitteln, der Familie haben 14 ein zuviel an Weichmachern aufgewiesen. Am schlimmsten sind fettige Lebensmittel
    an Plastik, so auch Eis, Käse usw.
    Wohldem , der die Möglichkeit hat, einen großen Teil selbst zu machen. Gestern haben ich meinen GEburtstag nachgefeiert mit 15 Frauen, und dies war eigentlich die ganze Zeit
    Thema, denn sie aßen nur selbstgemachtes, von den Brötchen, Knäckebrot, Aufstriche,
    Frischkäse, Fruchtsäfte und alle waren begeistert und ich hoffe, ich konnte wieder
    ein paar wachrütteln. Ich habe übrigens auch darum gebeten, mit die Geschenke nicht einzu-
    packen-wegen dem Plastik und es hat funktioniert.
    Ich habe im Keller eine Havos Getreidemühle stehen, die nicht mehr so ganz funktioniert.
    Ich werde mich aber um sie kümmern, mich erkundigen ob sich eine Reparatur lohnt, wenn
    ja, melde ich mich, dann kannst du sie haben, einfach so! Ich habe ja nun einen Thermomix,
    damit mahle ich nun das Getreide. Ich geh nun mal googlen, wo ich sie hin bringen kann.
    LG Manu

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    1. Du glaubst nicht, wie oft ich an dich und deine Geschichte denke!
      Das mit den Glasflaschen ermutigt mich jetzt. Wir kaufen zwar fast keine Getränke, weil wir nur Leitungswasser bzw. meine selbst gemachten Sirupe konsumieren, aber ab und an ein Cola... ach, ich liebe es einfach ;-) - aber natürlich PET-Flasche :(
      Aber in einem Geschäft im selben Ort hat mein Mann zufällig entdeckt, dass es das da in Glasflaschen gibt - selten, aber doch, gönne ich mir dann dort ein Fläschchen :)
      Das mit dem Sinken des Weichmachers im Blut ist auch in der Sendung, die ich verlinkt habe, ein Thema. Beeindruckend. Und erschreckend irgendwie.
      Was du von der Getreidemühle schreibst, macht mich ja ganz hibbelig ;-)
      Alles Liebe!!!

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    2. Ich drück Dir die Daumen, denn frisch gemahlen ist einfach unglaublich gut! Und es kommt da so schön luftig fluffig raus, das Mehl, und das Brot schmeckt ganz anders, finde ich. jetzt freu ich mich schon auf den Frühstücksbrei...

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  22. Liebe Maria,

    lange zeit hatte ich mein Biomobil, einen Biolieferservice. Immer habe ich versucht soviele als möglich regionale Produkte zu vermarkten, es ist ein Heidenaufwand und dabei verdient man noch weniger und es ist eh schon arg wenig, deshalb schrecken viele davor zurück und dann müssen ja auch Biohöfe in der Nähe sein. Und die Kunden sind natürlich durch unsere Supermarktkultur geprägt - da muss alles schön und gleich aussehen und es muss ALLES geben - auch Dinge, die wir nicht wirklich brauchen....trotzdem stehe ich bis heute voll hinter dem Biogedanken, denn jedes bißchen Bio ist doch weniger Spritzmitteleinsatz und unfairer Handel und somit GUT.

    Du hast einen wunderschönen Garten, was viel Einsatz, Liebe und Mühe bedeutet, aber es lohnt sich!

    Joghurt kann man doch so einfach selbst machen, Milch erwärmen (zwischen ca. 38 und 42 grad um so wärmer um so saurer) einige Löffel Joghurt dazu in Decken einwickeln und ab unter die Bettdecke, nach ein paar Stunden ist er fest - geht natürlcih auch in ner thermoskanne.

    Ganz liebe Grüße
    mariechen

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    1. *seufz*... mein Joghurt gelingt einfach nicht. Hast du Kuh- oder Ziegenmilch verwendet? Ich hab ein Buch (über Ziegen), aber da ist das so kompliziert erklärt mit Beigabe von Bakterien etc. - mit in Decken wickeln hab ich noch nicht probiert. Ich werde ermutigt, es wirklich nochmal zu versuchen!!!! Danke :)

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    2. Ich hab vor langer Zeit ganz oft Joghurt selber gemacht, mit so einer Bakterienmischung:
      http://www.amazon.de/gp/product/B005FBTK5K/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B005FBTK5K&linkCode=as2&tag=wachstumsschu-21
      Hat mit Kuhmilch und mit Sojamilch funktioniert. Ich denke, es müsste auf jeden Fall auch mit Ziegenmilch gehen.
      Alles Liebe, Katharina

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  23. Inzwischne kaufe ich hier auch deutlich mehr in einem Bauernladen, der nebenan seine Felder hat, als im Bioladen, weil dort alles Gemüse "aus der EU" kommt, aber nicht aus der Region. Da ist sogar ALDI teilweise weiter und verkauft regionales Gemüse. Zwar ist das Gemüse vom Bauernhof nihct zertifiziert Bio, aber es wurde nicht tausende Kilometer durch Europa gekarrt, oder wie die Biopflaumen aus Chile eingeflogen...
    Euer Garten ist toll, davon täume ich.

    Herzlich, Katja

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  24. Ich fasse mich ganz kurz: Super toller Artikel! Danke dafür!

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  25. Ziegenjoghurt wird nur leicht fest...also eigentlich bleibt er recht flüssig - ist auch bei gekauftem so....Schafsjoghurt wird schön fest und die Wolle von Milchschafen ist ganz besonders fein....ist super zum Spinnen....lassen sich halt recht schlecht melken und geben auch nur etwa einen Liter, aber der Joghurt und die Milch sind ganz besonders fein.
    Kuhmilch funktioniert eigentlich immer.
    Die Milch darf nie über 42 Grad haben. Es gibt ein gutes Buch(wahrscheinlich noch viele andere, aber dieses kenne ich), Joghurt,Quark,Käse und Butter; Schmackhaftes aus Milch hausgemacht von Maren bustorf-hirsch hat mal 7,80 DM gekostet. ist aus dem Falken Verlag isbn 3-8068-0739-6.
    Sie schreibt 3 Eßl Joghurt (da hab ich dann einen gekauften genommen) in 40 C warme Milch, bei rohmilch empfiehlt sie diese vorher noch auf 90C zu erhitzen, nach 5 bis 12 stunden ist er fertig. man kann wohl auch den Backofen auf 50C vorheizen dann den Joghurt rein und nach einer Viertelstunde kann man den Backofen ausschalten, nicht öffnen und 5-12 stunden warten.
    Der Joghurt darf während der Reifezeit nicht bewegt werden, auch nicht auf einem vibrierenden Kühlschrank stehen

    Viel Glück und einen schönen Abend

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  26. Erbsen direkt von der Pflanze gepflückt & gegessen ist eine meiner schönsten Kindheitserinnerungen...
    Alles Liebe!
    Astrid

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  27. Da haben wir gerade ganz ähnliche Gedanken. Ich versuche vegan zu leben und bin angenervt von den Verpackungen. Mittlerweile bin ich vom Käseersatz wieder auf den konventionellen aus unserer Bio-Einkaufskooperative umgestiegen. Der vegane Ersatz ist in aufwendigen Plastik verpackt und in der Kooperative wird es in Papier gewickelt. Mich nervt das immer aufwendigere Präsentieren. 15 Himbeeren in der Plastikschale und so.
    Ich verfolge sehr gespannt Euren Weg in die Selbstversorgung. Alles Liebe KArin

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  28. Das ist wirklich einen Post,der sehr zum denken anregt...! Ich muss sagen,ich achte auch darauf,was ich wo einkaufe. Aber (leider) nicht bei allem. Seit ich aufs Land gezogen bin, wächst in mir immer mehr der Wunsch von einem eigenen Garten. Dann würde ich auch versuchen,so einiges selber anzupflanzen um mich selbst zu versorgen. Da weiss ich dann,von wo die Nahrungsmittel auch kommen. Drück mir die Daumen, dass es im nächsten Jahr klappt! :-)

    Liebe Grüsse Alizeti

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  29. Danke für diesen Post, Maria! Ich mache mir dazu auch viele Gedanken. Dank Gemüsekistl bekommen wir hier mitten in der Stadt "Bio" und "Regional", wobei ich hier natürlich auch beim Bestellen darauf achten muss, woher die Sachen kommen. Einfach nur blind im Bioladen einkaufen, das bedeutet tatsächlich oft Importiertes und in Plastik eingeschweißtes. Viel Erfolg beim Einrexen, ich würd mich freuen, wenn du deine Erfahrungen und auch das Wissen deiner Schwiegermama hier teilen würdest.
    Alles Liebe, Katharina

    P.S. Hier meine Gedanken zum Einkaufen....
    http://wachstumsschublade.wordpress.com/2013/05/17/einkaufsstrategien/

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  30. Danke für deinen Post!! Und überhaupt alle...
    Du animierst immer wieder, etwas zu ändern oder darüber nachzudenken!!
    Ich habe gerade aufgehört, Kaffee zu trinken!! Und er fehlt mir kein bisschen!!

    Das leidige Thema einkaufen, Bio usw. zermürbt mich grade ein wenig.
    Irgendwie finde ich bei uns nicht den optimalen Weg... aber es wird, da bin ich mir sicher!

    LG, Claudia

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  31. hihi wahnsinnn bis man sich hier mal durch (zusätzlich) auch noch alle kommentare gelesen hat;) deine themen rühren einfach immer wieder! und lustig, während der ersten zeilen wusste ich sofort ich muss die (dann später verlinkte) reportage verlinken..hatte diese die vorige woche auch geschaut;) ja und das mit der esoterik, ich bin ja durch meine eltern immer wieder sehr damit in kontakt geraten und habe mich wohl auch bewusst irgendwann für einen anderen weg entschieden (wie du ja auch weißt), vieles schien mir zu abgedreht, zu unsinnig, zu weit weg vom eigentlichen. ich denke dass eben alle immer (wieder) auf der suche sind..manche wege sind durch irgend etwas verschüttet..manchmal scheint es dann mühsam..mainstream war schon immer recht mitreißend;)
    danke für den tollen artikel!
    und ich hoff ich schaff es endlich mal mich demnächst per mail zu melden;)
    sarah

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  32. Dass gerade Biogemüse meist nocheinmal extra in Plastik verpackt ist, finde ich sehr ärgerlich. An Selbstangebautem, -gezogenem, -gemachtem finde ich so wunderbar, dass unsere Kinder (nicht aus einem Buch) lernen, dass alles seine Zeit braucht, nicht immer verfügbar ist und nicht im Supermarkt-Regal lebt/wächst.
    Alles Liebe, Martina :-)

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  33. Sorry fürs noch nicht melden wg. der schuhe - hier ist die hölle los.....
    meld mich wenn ich wieder luft hab - ich habs nicht vergessen!

    lg
    amelie

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  34. Ich spür Dich zu 1'000 Prozent. Meine Tochter schreibt gerade mit Ihrem Freund an ihrer Maturarbeit und werden ein Kochbuch Regional/Saisonal machen/veröffentlichen. Abgesehen von der Riiiiiesenarbeit, eine echte Herausforderung. Kein Kuchen mit Zitrone, nichts mit Vanille und in diesem Jahr alles zeitlich (wegen des Wetters verschoben). Mach weiter so! Griessli Cornelia PS: Und den Mädchen ein riiiiiesen Hurraa!!! zu Ihrem Windelfrei-Versuch. Ich sag immer, damit die Kids Windelfrei werden, gehört auch ein gehöriger Wille der Mama dazu!

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  35. also, nochmals, mega schöner garten , meine tochter haut immer vor mir auf die taste. cooler blog. wir haben im garten eine werre, die muss ich beseitigen habe gläser eingegraben und gänge zerstört (also bin erst dran) sie hat 2 kürbise auf dem gewissen.... wünsche gute neue Woche
    liebe grüsse nähelfchen

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  36. äh so heisst das new Cage oder auch bamby Syndrom. grüessli nähelfchen

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  37. dieses bild, auf dem ihr auf diesem berg steht, du mit all den kinder, das ist ein wirklich großes bild. ich schaue mir die bilder deines blogs so gern an. und dazu die geschichten. wie ein buch.

    danke!
    und zum trocken werden für deine kleinen mädchen wünsche ich euch viel erfolg :)

    glg
    halitha

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  38. Diese ganze Plastikverpackungen sind sooo mühsam! Vor allem an Bioprodukten verstehe ich das gar nicht... Manchmal sind es ja ja Verpackungen um Verpackungen um Verpackungen - bei Mehrfachpacks zum Beispiel oder Aktionen. Grauenhaft!
    Ich bin so froh um unsere Biokiste. Vieles kann ich aber noch verbessern, immer wieder fällt man doch in die Falle...
    Ganz liebi grüäss, anja
    P.S. Erbsen direkt vom Strauch, mmmmh, schon wieder eine Bergkindheitserinnerung.

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